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Domaine Michel Lafarge
15, Rue de la Combe
21190 Volnay

Bisher sind viele Burgunderliebhaber an einem Bourgogne Passetoutgrain achtlos vorübergegangen - meist zu Recht - und bleiben frühestens bei einem Wein mit Ortslagenbezeichnung oder erst bei einem Premier Cru stehen - oft zu Unrecht.

Andererseits ist es schwer, den Reiz und die Faszination dieser wunderbaren Weinregion über einen "kleinen" Burgunderwein nahezubringen. Der Einstieg funktioniert, wenn überhaupt, dann meistens über einen reifen Premier oder Grand Cru eines Spitzenerzeugers.

Unter Umständen lernt man dann aber doch die "Génériques", also die Weine ohne Orts- oder Lagenbezeichnung, kennen und schätzen, nicht zuletzt wegen des günstigen Preises, aber vor allem ist schon hier das Spiel, die Rasse, die Finesse, die Vielschichtigkeit und die Tiefe zu erkennen, erriechen und erschmecken.

Abgesehen davon ist ein guter Burgunder niemals billig, das kann er auch wegen des zu leistenden Arbeitsaufwandes gar nicht sein. Wie überall, so bestätigt auch hier die Ausnahme die Regel. Wenn dann dieser Wein auch noch von einem Spitzenwinzer biodynamisch erzeugt wurde, dann glaubt man sich tatsächlich im Weinparadies (mit einem Reblochon hoher Güte durchaus noch steigerungsfähig oder probieren Sie einmal einen handgefertigten Camenbert dazu). Mehr Weinqualität ist zu diesem Preis kaum möglich.

Der Bourgogne Passetoutgrain von Lafarge ist aber nicht nur fruchtig, charmant und attraktiv, sondern hat sowohl die lafargetypische Struktur (d.h. auch, dass er sich in der Reife noch verbessert) als auch die lafargetypische Intensität im Finale.

Übrigens stehen die über 90-jährigen Reben (je zur Hälfte Pinot Noir und Gamay) dieser nur 1,2 ha großen Lage auch in Volnay, um genau zu sein: in der Lage "Le Long Bois", die zwar eine Einzellage im Ort Volnay ist, aber nicht mehr zur "Appellation Volnay" gehört, sondern an diese angrenzt. Trotzdem natürlich eine ganz ausgezeichnete Herkunft für einen Bourgogne Passetoutgrain.

Da wundert es wenig, wenn der Jahrgang 2002 des normalen Passetoutgrains von Bernd Kreis als der Wein-Tipp der Woche im "Stern" (Nr. 38 vom 15. Sept. 2005, Seite 178) ausgezeichnet und ausführlich vorgestellt wurde: "Er beweist unerwartet hohe Qualität. Mit seinen fröhlichen Kirscharomen zeigt dieser rubinrot leuchtende Wein überraschende Klasse. Deutlich mehr als bei gewöhnlichen Passetoutgrains schmecken wir hier mehr als nur eine Ahnung von der Finesse edler Burgunder. Diese Feinheiten verdankt der Wein seinem Pinot-Noir-Anteil, der Gamay sorgt für eine feste Struktur und angenehme Tannine, für die geschmackliche Bodenhaftung dieses Weines. Der 2002er Passetoutgrain profitiert zweifelsfrei von der überragenden Qualität seines Jahrganges, aber auch von Michel Lafarges Können. Nicht umsonst gilt er als einer der besten Winzer des Burgund. Wie inzwischen viele seiner Kollegen in der Spitzenliga arbeitet er nach den Prinzipien des biodynamischen Weinbaus."

Der Jahrgang 2022 des L´Exceptions ist hier sicherlich noch deutlich besser gelungen als 2002 des normalen Passetoutgrains. Delikate Aromen von schwarzen Kirschen und Beeren, etwas Röstaromen, dazu eine volle und feine Frucht bis ins Finale.

Allergene: Sulfit. Herkunftsland: Frankreich

 
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